Streit an der Hochschule? So bekommst du dein Team wieder arbeitsfähig
Ein Montagmorgen an einer Fakultät. Das Projektteam trifft sich zum Jour Fixe – oder besser gesagt: es sollte sich treffen. Zwei Professor:innen erscheinen gar nicht. Zwei wissenschaftliche Mitarbeitende werfen sich gegenseitig schiefe Blicke zu. Eine Hilfskraft schaut nervös auf die Uhr.
Der Konflikt ist längst da – nur spricht niemand drüber. Kein Wunder. Streit an der Hochschule wirkt oft wie ein Minenfeld: akademische Eitelkeiten, diffuse Zuständigkeiten, kaum greifbare Führung.
Kommt dir bekannt vor? Dann lies weiter.
Warum Konflikte an Hochschulen besonders hartnäckig sind
Hochschulen sind keine klassischen Organisationen. Genau das macht Konflikte so sperrig:
Wissenschaftler:innen gelten als unabhängig und verstehen sich auch so – was Teamarbeit nicht gerade erleichtert.
Viele Mitarbeitende haben keine disziplinarische Führung – und damit auch keine Klarheit, an wen sie sich wie und wann wenden sollen.
Die Mischung aus Dauerstellen, Drittmittelverträgen und wechselnden HiWis bringt Instabilität ins Team.
- Streitigkeiten werden oft „wissenschaftlich“ rationalisiert – emotional bleibt trotzdem was zurück.
Ergebnis: Konflikte in der Fakultät werden nicht geklärt, sondern ausgesessen. Und das kostet – Zeit, Energie, Reputation.
Konflikte lösen – ohne Therapiegespräch oder Konsenspflicht
Viele im Dekanat oder als Academic Lead versuchen Konflikte zu verstehen, zu analysieren, zu rekonstruieren. Sie hören sich endlose Geschichten an. Wollen niemanden vor den Kopf stoßen.
Aber das hilft selten.
Denn: Wer alles verstehen will, kommt nicht ins Handeln.
Die entscheidende Frage ist nicht:
„Wer hat recht?“, sondern:
„Was braucht es, damit wir wieder zusammenarbeiten?“
Methoden zum Konfliktmanagement an der Hochschule
1. Teamkonfliktklärung statt Mediation
Bei einer Teamkonfliktklärung geht es nicht um seelisches Auspacken, sondern um Arbeitsfähigkeit. Niemand muss erklären, warum er oder sie belastet ist. Es reicht, zu sagen:
„Mich belastet die Situation.“
Vorteil:
Alle bleiben professionell – und trotzdem entsteht Verständnis.
2. Ein klarer, pragmatischer Ablauf
Eine strukturierte Klärung im Team läuft z. B. so:
Start durch das Dekanat oder eine neutrale Moderation: Ist-Zustand benennen, Ziel formulieren.
Belastungen sammeln – jede:r darf einmal sagen, was stört. Keine Diskussion.
Angebote und Wünsche – jede:r sagt, was er oder sie beitragen kann und was gebraucht wird.
Konkreter Handlungsplan – wer tut was bis wann?
Es geht nicht um Konsens. Es geht um Klarheit.
3. Das Dekanat oder der Academic Lead als Moderator? Nur wenn sie neutral sind.
Wenn du selbst in den Konflikt verwickelt bist, braucht es eine:n externe:n Moderator:in.
Wenn nicht, kannst du den Prozess selbst leiten – aber ohne inhaltlich Partei zu ergreifen.
Das bedeutet:
Haltung zeigen, aber nicht urteilen.
Raum geben, aber Verbindlichkeit einfordern.
Ergebnisse sichern, aber nicht lösen wollen.
4. Auch mal Frustration aushalten
Als Abteilungsleitung oder Dekanat wirst du Entscheidungen treffen, die nicht allen gefallen. Das gehört dazu.
Ja, es wird Frust geben. Ja, manche werden motzen. Aber: Frustration ist kein Argument gegen eine klare Entscheidung. Und auch keine Ausrede für Schlechtleistung.
Checkliste: So gehst du den Konflikt im Hochschulteam an
Erkenne den Ernst der Lage – wenn Ergebnisse ausbleiben, ist Handlungsbedarf da.
Hol dir Klarheit – bist du Teil des Konflikts? Dann delegiere die Moderation.
Formuliere ein Zielbild – „Wir arbeiten wieder konstruktiv und verlässlich zusammen.“
Geh in die Klärung – mit Struktur, Zeitrahmen und Ergebnisverbindlichkeit.
Dokumentiere Vereinbarungen – wer macht was, bis wann?
Fazit: Konflikte an der Hochschule sind gestaltbar
Auch wenn sie kompliziert wirken – Streit an der Hochschule lässt sich klären. Nicht durch Verständnis für jede Biografie, sondern durch Fokus auf die gemeinsame Aufgabe.
Was es braucht?
- Einen klaren Prozess.
- Den Mut, Entscheidungen zu treffen.
- Und das Vertrauen, dass nicht alles harmonisch sein muss, um professionell zu funktionieren.
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Dann lassen Sie uns reden. Ich begleite bundesweit Universitäten und Hoschulen, Fakultäten und Institute dabei, Konflikte und Streitigkeiten zu lösen – schnell, klar und verbindlich.
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Autor: Matthias Wilhelm
Matthias Wilhelm ist Mediator und Rechtsanwalt
Spezialisiert auf Teamkonflikte:
Matthias Wilhelm ist ausschließlich auf die Klärung von Konflikten in Teams, Gruppen, Abteilungen, Gremien etc. spezialisiert. Durch diese Spezialisierung kann er maßgeschneiderte Lösungen anbieten, die genau auf Ihre Situation zugeschnitten sind.
Branchenübergreifend:
Seine Spezialisierung sind Teamkonflikte, egal in welcher Branche. Matthias Wilhelm ist im öffentlichen Dienst genauso zu Hause wie in der Gesundheitsbranche und sozialen Berufen, im Handwerk und produzierenden Gewerbe, im Einzelhandel, in Versicherungen, Hochschulen, Kindergärten, Vereinen und, und, und. Schauen Sie sich seine Referenzen an und sprechen ihn an!
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Aufgrund der zentralen Lage Göttingens im Herzen Deutschlands nimmt Matthias Wilhelm bundesweit Aufträge an. Er ist regelmäßig in ganz Deutschland unterwegs.
Kollaborative Lösungsansätze:
Matthias Wilhelm fördert kollaborative Lösungsansätze. Dazu fordert er von den Mitarbeitenden die Übernahme der Verantwortung für die Klärung ihres Konflikts und beantwortet die Frage, was jedes einzelne Teammitglied konkret bereit ist beizutragen, um wieder ordentlich miteinander zu arbeiten.
Ach ja:
Matthias Wilhelm ist 1974 in Hannover geboren worden, verheiratet und hat ein Kind. Bekannt ist er u.a. aus: Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, ZEIT ONLINE, NDR Kultur, ntv.
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