Mediation in Wissenschaft, Forschung und Lehre

Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen sind lebendige Orte des Wissens und der Innovation. Deren besondere Dynamik – geprägt von der Freiheit von Wissenschaft, Forschung und Lehre – führt oft zu selbstbewussten Stakeholdern und informellen Entscheidungsstrukturen.

Diese Kombination birgt ein hohes Eskalationspotenzial. Denn wo intensiv gedacht, geforscht und diskutiert wird, bleiben Konflikte nicht aus. Sie gehören beim Streben nach der besten Lösung dazu. Werden Konflikte jedoch destruktiv geführt, hemmen sie die Zusammenarbeit, blockieren den Fortschritt und könnrn sogar die Entwicklung ganzer Fakultäten, Institute, Abteilungen oder Einrichtungen gefährden.

Genau hier kommen wir ins Spiel: Die Mediationskanzlei Göttingen ist Ihr kompetenter Partner, wenn es darum geht, festgefahrene Mitarbeitenden- und Teamkonflikte in der akademischen Welt zu klären und eine professionelle Kooperation zu ermöglichen.

In 3 Schritten die Klärung von Mitarbeitenden- und Teamkonflikten angehen!

1. Telefontermin vereinbaren

Lassen Sie uns unverbindlich telefonieren und klären, ob wir die passenden Ansprechpartner für Ihre Situation sind.

2. Unverbindliches Angebot einholen

Wir erstellen ein maßgeschneidertes Angebot, das genau auf Ihre Situation und den Konflikt zugeschnitten ist.

3. Strukturierte Konfliktklärung starten

Nach Beauftragung beginnen wir in der Regel nach 2 – 3 Wochen mit dem ersten Termin, um den Konflikt zu klären.

Matthias Wilhelm ist Mediator und Rechtsanwalt – spezialisiert auf die Klärung von Teamkonflikten an Hochschulen und in Forschungseinrichtungen. Konflikte an Universitäten und
Fachhochschulen folgen einer eigenen Logik: Die Freiheit von Forschung und Lehre, starke Persönlichkeiten, informelle Machtstrukturen und die Dauerhaftigkeit von Professorenstellen
schaffen eine Dynamik, die mit klassischen Unternehmenskonflikten wenig gemein hat.

Wilhelm hat in über 1.000 geklärten Konflikten Erfahrung mit Fakultäten, Instituten, zentralen Einrichtungen und Verwaltungsabteilungen an Hochschulen gesammelt – von eskalierten Professorien über Konflikte zwischen wissenschaftlichem und administrativem Personal bis hin zur Moderation von Klausurtagungen, bei denen es „hoch hergeht“. Er arbeitet bundesweit und ist über die Mediationskanzlei Göttingen erreichbar.

Unsere Leistungen im Überblick:

  • Teamkonfliktklärung:
    Ist ein Konflikt an Ihrer Fakultät, Institut, Abteilung oder (zentralen) Einrichtung eskaliert? Wir unterstützen Sie dabei, wieder eine konstruktive Arbeitsbasis zu schaffen. Mit professioneller Mediation versetzen wir die Beteiligten in die Lage, die Konflikte gemeinsam klären und ermöglichen eine produktive Zusammenarbeit.
  • Moderation von Workshops und Klausurtagungen:
    Es steht eine Klausurtagung oder ein interner Workshop an, bei dem es „hoch hergehen“ könnte oder es in der Vergangenheit bereits eskaliert ist? Wir schaffen bei Ihrer Veranstaltung eine Arbeitsumgebung, in der offene Kommunikation ebenso gefördert wird und wie konstruktive Ergebnisse ermöglicht werden. Mit unserer langjährigen Moderationserfahrung, einem kühlen Kopf auch in hitzigen Momenten und einem feinen Gespür für Teamdynamiken sorgen wir dafür, dass alle Beteiligten eingebunden werden und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickeln können.

Warum die Mediationskanzlei Göttingen?

Wir haben Erfahrung und Expertise in der Klärung von Konflikten in der akademischen Welt und verstehen die besonderen Herausforderungen, die sich in Wissenschaft, Forschung und Lehre ergeben. Unsere langjährige Routine und unser bewährtes Vorgehen ermöglichen Ihnen eine zielgerichtete und effektive Konfliktklärung – ob präventiv oder in akuten Krisensituationen.

  • Guter Verlauf + ruhige Diskussionsleitung. Prof. Dr. Manfred W.
  • Gute, natürliche Führung der Diskussion. Prof.in Dr.in Julia B.
  • Zurückhaltende Moderation war sehr positiv. Professorin Dr. Ulrike K.
  • Diskussion ohne "Fraktionen". Prof. Dr. Ulf Z.
  • Tagungsleitung ist prima. Prof. Rudolf D.
  • Gut, weil konsequent. Prof. Dr. Lutz M.
  • Moderation zielorientiert und sachlich ⇒ gut. Prof. Michael Sch.
  • Mediator hat seine Sache gut gemacht. Dr. Saskia R., Wissenschatliche Mitarbeiterin

Kostenfreies Vorgespräch vereinbaren

Sie haben Fragen? Dann vereinbaren Sie doch einfach ein VORGESPRÄCH. Sie erreichen die Mediationskanzlei Göttingen Montag bis Freitag zwischen 9.00 Uhr und 19.00 Uhr telefonisch unter 0551-50535738, oder per Email info@mediationskanzlei-goettingen.de.

Das machen wir konkret

Damit Sie sich ein Bild von unserer Arbeit machen können, haben wir nachfolgend einige Projekte aus unserer Praxis an Universitäten und Fachhochschulen zusammengefasst:

Kunde: Hochschule (Norddeutschland)

Dauer: Oktober 2021 bis November 2022

Ausgangslage: Im Spannungsfeld regulatorischer Vorgaben und öffentlicher Aufmerksamkeit besteht zwischen der Leitung einer Zentralen Einrichtung, Beauftragen und den Nutzenden Dissens darüber, wie Forschung „State of the art“ gewährleitet werden kann. Darüber sind zwischen den Beteiligten Konflikte entstanden, die bis ins Präsidium ausstrahlen.

Vorgehen: Telefonische Auftragsklärung mit Vertreter des Präsidiums: Was sind die konkreten Erwartungen des Präsidiums an die Mediation? Anschließend Mediationssitzungen im Abstand von mehreren Monaten. Auftaktsitzung mit Erarbeitung eines konkreten Handlungsplans (Umgang miteinander, Kommunikation, Fehlerkultur) und Prüfaufträgen. In Folgesitzung einerseits Überprüfung und Überarbeitung des Handlungsplans sowie andererseits Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Prüfaufträge.

Ergebnis: Umgang der Beteiligten miteinander funktioniert, Diskussions- und Fehlerkultur etabliert.

Auf Wunsch stelle ich gerne Kontakt zu der Ansprechpartnerin her.

Kunde: Hochschule (Norddeutschland)

Dauer: August 2019 bis September 2019

Ausgangslage: Teilnehmer sind Gewinner eines universitären Gründungswettbewerb und werden entsprechend gefördert. in Gründerteam besteht Uneinigkeit, ob und ggfs. in welcher Rechtsform die Ausgründung weiterverfolgt werden soll.

Vorgehen: Nach Auftragsklärung vier Mediationssitzungen. Teilnehmer erarbeiten mögliche Szenarien der weiteren Zusammenarbeit (Umgang miteinander, Aufgabenverteilung, Rechtsform), wägen sie gemeinsam ab (Reputation, Förderungen, Aufbau unternehmerischer Existenz) und treffen Entscheidung.

Ergebnis: Ausgründung wird in der ursprünglichen Konstellation nicht fortgesetzt.

Auf Wunsch stelle ich gerne Kontakt zu dem Ansprechpartner her.

Kunde: Fakultät (Norddeutschland)

Dauer: Seit 2024

Ausgangslage: Professorium einer Fakultät führt pro Semester eine Klausurtagung durch, bei der Fakultäts- und Hochschulthemen besprochen und zu einer Entscheidung geführt werden sollen. In der Vergangenheit ist es bei den Klausurtagungen „hoch hergegangen“ und zu Eskalationen gekommen. Moderation soll daher von Moderator übernommen werden, der Erfahrung mit konfliktären Situationen hat und dabei ruhig bleibt.

Vorgehen: Persönliche Auftragsklärung vor Ort. Vor- und Nachbereitung sowie Durchführung Moderation in regelmäßigen Abständen.

Ergebnis: Das Professorium diskutiert ohne Eskalation weiter intensiv, die Themen werden aber auch zu einem Ergebnis gebracht.

Auf Wunsch stelle ich gerne Kontakt zu den Ansprechpartnern her.

Unsere Kunden sind die beste Empfehlung

Hier finden Sie eine Auswahl einiger Universitäten und Fachhochschulen, die uns bereits vertrauen:

  • Universität Lübeck
  • Universität Göttingen
  • Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften – Hochschule Braunschweig/Wolfenbüttel

Auf Wunsch stelle ich gerne Kontakt zu den Ansprechpersonen her.

Gut zu wissen: Konflikte sind gestaltbar!

  • Konflikte sind gestaltbar und kein Grund für Hoffnungslosigkeit.
  • Je früher Sie in einem Konflikt intervenieren, umso besser sind die Erfolgsaussichten.
  • Sie sind sich unsicher, ob JETZT der richtige Zeitpunkt zum Eingreifen ist? Dann investieren Sie jetzt 3 Minuten und testen mit dem KONFLIKTRADAR, wie es tatsächlich um das Team steht.

FAQ: Häufige Fragen zu Teamkonflikten an Hochschulen

Warum eskalieren Konflikte an Hochschulen besonders hartnäckig?

Hochschulen vereinen mehrere Faktoren, die Konflikte besonders zäh machen: Professorinnen und Professoren sind auf Lebenszeit berufen und können weder versetzt noch gekündigt werden. Die Freiheit von Forschung und Lehre schränkt den Handlungsspielraum von Dekanen und Präsidien ein. Informelle Machtstrukturen – Drittmittelstärke, Netzwerke, Seniorität – überlagern die formale Hierarchie. Und die Beteiligten sind es gewohnt, ihre Position argumentativ zu verteidigen, was in Konflikten zu verhärteten Fronten statt zu Lösungen führt. Was in einem Unternehmen durch eine Versetzung gelöst würde, schwelt an einer Hochschule oft über Jahre.

Was kosten ungelöste Teamkonflikte an Hochschulen?

Ungelöste Konflikte an Hochschulen verursachen Kosten, die selten quantifiziert werden: Forschungskooperationen zerbrechen, Drittmittelanträge scheitern an fehlender Zusammenarbeit, Nachwuchswissenschaftler verlassen das Institut, und die Verwaltung bindet Arbeitszeit für Dienstaufsichtsbeschwerden und informelle Krisengespräche. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass ein Teamkonflikt mindestens 10 Prozent der Arbeitszeit der Beteiligten bindet. Bei einer Abteilung oder einem Institut mit 15 Personen entspricht das schnell den Personalkosten von ein bis zwei vollen Stellen pro Jahr – ohne die Opportunitätskosten durch nicht eingeworbene Drittmittel oder verlorene Talente.

Wie läuft eine Teamkonfliktklärung an einer Hochschule ab?

Der Ablauf beginnt mit einer Auftragsklärung – meist mit dem Präsidium, Dekanat oder der Personalentwicklung: Was soll konkret erreicht werden? Dann folgt die eigentliche Klärung, deren Format sich nach der Konstellation richtet. Bei eskalierten Professorien sind es moderierte Sitzungen im kleineren Kreis. Bei Konflikten in Instituten oder zentralen Einrichtungen Workshops mit dem gesamten Team. Bei Klausurtagungen, die zu eskalieren drohen, übernimmt der Mediator die Moderation. In allen Fällen endet der Prozess mit konkreten Vereinbarungen: Wer macht was ab wann anders – innerhalb der bestehenden Hochschulstrukturen.

Kann ein externer Mediator bei einem zerstrittenen Professorium helfen, obwohl die Hochschulleitung kaum eingreifen kann?

Gerade weil die Hochschulleitung durch die Wissenschaftsfreiheit eingeschränkt ist, kann ein externer Mediator wirksam sein. Die Stärke der Mediation liegt nicht in Weisungsbefugnis, sondern darin, einen strukturierten Rahmen zu schaffen, in dem die Beteiligten selbst zu einer Lösung kommen. Professorinnen und Professoren sind es gewohnt, intellektuell anspruchsvolle Probleme zu bearbeiten – ein Mediator, der dieses Niveau hält und gleichzeitig die Gesprächsführung übernimmt, wird in der Regel als hilfreiche Instanz akzeptiert. Voraussetzung ist allerdings, dass alle Beteiligten freiwillig teilnehmen.

Wer kann bei Teamkonflikten an Hochschulen extern helfen?

Für die Klärung von Teamkonflikten an Hochschulen kommen Mediatoren mit Erfahrung im akademischen Umfeld in Frage. Entscheidend ist, dass die Person die Besonderheiten der Hochschulwelt kennt: Wissenschaftsfreiheit, Gremienstrukturen, das Spannungsfeld zwischen Professorium und Verwaltung, und die Tatsache, dass hierarchische Durchgriffe oft keine Option sind. Manche Hochschulen haben interne Ombudsstellen oder Konfliktberatungen – diese sind bei eskalierten Teamkonflikten aber häufig überfordert. Spezialisierte Anbieter wie die Mediationskanzlei Göttingen arbeiten ausschließlich mit Teamkonflikten und haben Erfahrung mit Universitäten, Fachhochschulen und Forschungseinrichtungen.